Karsten Jaspersen 1940 … Ein deutscher Psychiater versucht, den Massenmord an Kranken zu verhindern

Uwe Henrik Peters

Karsten Jaspersen
1940 … Ein deutscher Psychiater versucht, den Massenmord an Kranken zu verhindern

ISBN: 978-3-931906-25-2
204 Seiten

Ein mutiges Buch über einen mutigen Psychiater, geschrieben von einem Fachkollegen und schleswig-holsteinischen Landsmann. Ein Buch über Euthanasie im Dritten…

Beschreibung

1940 Dr. Karsten Jaspersen leitet die psychiatrische Frauenklinik der Westfälischen Diakonissenanstalt Sarepta . Ende Juni 1940 trifft bei ihm ein Schreiben vom Leiter der Reichsärztekammer ein. Danach müssen bis spätestens 1. August 1940 über alle 300 Patientinnen Fragebögen zur planwirtschaftlichen Erfassung ausgefüllt werden. Bis dahin sind es nur ein paar Wochen. Dr. Jaspersen, der schon vorher davon gehört hatte, wurde auf der Stelle nach allen Seiten aktiv, denn er hatte erfasst, dass ein Massenmord von bis dahin nie gekannten Ausmaßen geplant war. Er besuchte Kollegen oder schrieb an sie, darunter berühmte Psychiater wie Ewald, Bumke, Rüdin, Bostroem, Braun, um sie davon abzuhalten, sich an der Aktion zu beteiligen. In Schreiben an die Staatsanwaltschaft, die Gestapo, den Sicherheitsdienst des Reichsführers SS, an Viktor Brack, den Leiter der Aktion (1948 zum Tode verurteilt und gehenkt), an viele staatliche und kirchliche Würdenträger, an den Reichsleiter Martin Bormann und andere einflussreiche Personen schrieb er, nach geltendem Recht sei das Beihilfe zum Mord (was stimmte). Auch war es Jaspersen, der den Graf v. Galen, Bischof von Münster, ausführlich über alles informierte. Dieser leitete das Schreiben aber zunächst nur an den Vorsitzenden der kath. Bischofskonferenz weiter, der nichts unternahm. Erst etwa ein Jahr später hat v. Galen dazu öffentlich etwas gesagt und wurde damit der Löwe von Münster , wie das Volk ihn nannte. Der Erfolg blieb auf einen kleinen Bereich beschränkt. Aber es ist für uns Heutige wichtig zu wissen, dass es einen gab, jedenfalls einen, der die Risiken einer Gewaltdiktatur im Kriege auf sich nahm, um bedrohte Kranke zu schützen.

 

Ein mutiges Buch über einen mutigen Psychiater, geschrieben von einem Fachkollegen und schleswig-holsteinischen Landsmann. Ein Buch über Euthanasie im Dritten Reich und den zähen Kampf eines Einzelnen dagegen. Fast niemand kennt heute noch seinen Namen: Karsten Jaspersen, Chefarzt der Bodelschwingh’schen Anstalten in Bethel, der sich gegen Bormann und die Reichsärztekammer stellte, um seine Kranken vor dem Abtransport in den sicheren Tod zu bewahren. Selbst in Bethel ist er so gut wie vergessen. Uwe Henrik Peters, langjähriger Ordinarius für Psychiatrie an der Universitätsklinik Köln, hat ihm in diesem Buch ein Denkmal gesetzt, ohne ihn heilig zu sprechen. Eine Geschichte, die sich spannend wie ein Krimi liest und ein besonders dunkles Kapitel der deutschen Psychiatrie neu beleuchtet.

Dr. Eva Weissweiler,
Autorin, Journalistin, Herausgeberin.

Karsten Jaspersen – 1940 ist ein Konvolut von Zeitzeugnissen, die in ihrer Wortgewalt den moralischen Kampf gegen die „Euthanasie“ aufzeigen. Jaspersens Weg zeigt, dass Fragen manchmal wichtiger sind als Antworten und dass Widerstand, zumindest mutig artikulierter Widerspruch, im Nazi-System möglich war.Es ist an der Zeit, dass auch der stille Widerstand seine Würdigung findet. Dieses Buch trägt hierzu wesentlich bei.

Prof. Dr. Jürgen Wilhelm,
Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland und Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

Rezensionen

Ein mutiges Buch über einen mutigen Psychiater, geschrieben von einem Fachkollegen und schleswig-holsteinischen Landsmann. Ein Buch über Euthanasie im Dritten Reich und den zähen Kampf eines Einzelnen dagegen. Fast niemand kennt heute noch seinen Namen: Karsten Jaspersen, Chefarzt der Bodelschwingh’schen Anstalten in Bethel, der sich gegen Bormann und die Reichsärztekammer stellte, um seine Kranken vor dem Abtransport in den sicheren Tod zu bewahren. Selbst in Bethel ist er so gut wie vergessen. Uwe Henrik Peters, langjähriger Ordinarius für Psychiatrie an der Universitätsklinik Köln, hat ihm in diesem Buch ein Denkmal gesetzt, ohne ihn heilig zu sprechen. Eine Geschichte, die sich spannend wie ein Krimi liest und ein besonders dunkles Kapitel der deutschen Psychiatrie neu beleuchtet.

Dr. Eva Weissweiler,
Autorin, Journalistin, Herausgeberin.

 

Karsten Jaspersen – 1940 ist ein Konvolut von Zeitzeugnissen, die in ihrer Wortgewalt den moralischen Kampf gegen die „Euthanasie“ aufzeigen. Jaspersens Weg zeigt, dass Fragen manchmal wichtiger sind als Antworten und dass Widerstand, zumindest mutig artikulierter Widerspruch, im Nazi-System möglich war.Es ist an der Zeit, dass auch der stille Widerstand seine Würdigung findet. Dieses Buch trägt hierzu wesentlich bei.

Prof. Dr. Jürgen Wilhelm,
Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland und Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

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